Alles über Ultras: Magazine, Bücher, Sonderausgaben, DVDs und mehr!

Rund um Ultrà #News

07.11.2017 // YA BASTA! Nr. 48

UND AUSVERKAUFT! Ganze zwei Tage hats gedauert und schon sind alle der gelieferten Ausgaben über den Ladentisch gegangen.


20.10.2017 // Blickfang Ultra Nr. 42

GESCHAFFT! Die erste Ausgabe nach der Sommerpause ist aus dem Druck und kann ab sofort bestellt werden.

 

Umfrage

AUSWERTUNG der Blickfang Ultra ONLINE-UMFRAGE

(Noch nicht teilgenommen? Hier geht's zur Umfrage)

Auszug aus Blickfang Ultra 40:
Lang lang hat´s gedauert, aber nun endlich präsentieren wir euch die Ergebnisse unserer Umfrage, die über mehrere Monate andauerte. Tausend Dank an alle Teilnehmer, vor allem diejenigen, welche die offenen Fragen mit ihren Worten gefüllt haben. Vieles  war konstruktiv und hat uns für die weitere Ausrichtung geholfen. Es gab natürlich auch kritische Worte, manches Mal auch Aussagen, die ich hätte erklären oder widerlegen können, aber bei gut 500 Teilnehmern war das entweder zeitlich nicht im Rahmen meiner Möglichkeiten oder aber es wurde keine Mailadresse zur Kontaktaufnahme angegeben. Daher hab ich mir gedacht, bringen wir unseren Lesern das „Prinzip Blickfang Ultra“ doch einfach mal etwas näher. Erklären, wie so ein Heft für gewöhnlich entsteht, welche Problematiken und Hindernisse eigentlich existieren und ich antworte auch gleich auf häufig gestellte Fragen, Ideen und Eingebungen. 
Zuerst jedoch werfen wir einen kurzen Blick auf die Ergebnisse der Umfrage. Ich war mal so frei und hab jeweils einen Kommentar aus meiner persönlichen Sicht hinzu geworfen. Beachtet bitte: Das ist mein Blick auf die Dinge, die verehrten Mitstreiter aus der Redaktion können das von Fall zu Fall komplett anders sehen.


Frage 1 war eher allgemein gehalten und hier sollte nur das optische und mit den Händen greifbare Resultat bewertet werden.
Wie gefällt dir das Erscheinungsbild des Heftes? (Papier, Fotos, Layout, Schrift)

 
Insgesamt sehr gut: 274
Insgesamt gut: 192
Insgesamt verbesserungswürdig: 15
Insgesamt schlecht: 1
 
Ich denke da sind wir uns einig. Layout, Format und Bilder, passt schon alles. Klar, ich hätte auch kein Problem damit ein dreckiges A5-Heft mit konfusem Layout in schwarz-weiß zu machen, alte Schule quasi. Aber wir haben über die Jahre unseren Weg gefunden und die Zeit der großen Experimente ist eben vorbei. Bisschen Konstanz muss ja auch sein.

Kommen wir nun zu den drei Eckpunkten des Heftes.
Bitte bewerte die folgenden Bereiche nach Schulnoten (1-6)

 
Layout - Überwiegend positive Noten gab es für unser Layout. Das Lob geht direkt an unserer Grafiker. Der Durchschnitt aller vergebenen Noten beträgt: 1,62
 
Bildauswahl - Ebenso positiv fielen die Bewertungen für die Auswahl der Fotos aus. Exakt 1,45 beträgt hier der Durchschnitt, was die erste 1 auf dem Zeugnis bedeutet.
 
Themenauswahl - Nachsitzen! Nein, Spaß beiseite. Ist natürlich das schwierigste Fach, denn so unterschiedlich die Geschmäcker bei grafischen Darstellungen oder Bildern zwar sein mögen, was den Inhalt betrifft lässt sich doch vorzüglicher und leidenschaftlicher streiten. Andererseits wäre es auch mal interessant zu wissen, was genau die sieben Personen, die uns hier die Note 5 verpasst haben in einem Fanzine eigentlich so lesen wollen... Insgesamt stehen wir bei 2,21. Macht noch ´ne glatte Note 2, aber natürlich mit deutlich Verbesserungspotenzial nach oben.

Bei der nächsten Frage geht´s ans Eingemachte. Hier haben wir direkt und unverblümt die einzelnen Themenbereiche im Heft zur Bewertung gestellt.
Bitte inhaltlichen Bereiche des Heftes gefallen dir am besten?
Bewerte nach Schulnoten (1-6)

Matchreports: 1,63 (Durchschnittsnote)

Matchreports, ob nun aus der Sicht eines neutralen Beobachters oder aus (im Idealfall) beiden Kurven gehören ohne Zweifel zu jedem Fanzine dazu. In der Tat haben wir die Matchreports stark aus den Augen verloren. Ich weiß gar nicht so richtig warum. Beide Seiten zu Wort kommen zu lassen, existierte in Deutschland früher übrigens in keinem Fanzine, vielmehr haben wir uns das seinerzeit in einem ungarischen Fanzine abgeschaut, ins Blickfang Ost kopiert und so hat es auch später den Weg ins BFU gefunden und war viele Jahre ein wichtiger Bestandteil. Leider lassen wir uns bei der Planung und Überlegung der Spielberichte zu sehr vom schnelllebigen Internet leiten. Cooles Derby am 4.11., die nächste Ausgabe erscheint jedoch erst Mitte Februar. Hmm, interessiert dann eigentlich eh kein Schwein mehr, oder? Notiz an uns: Weniger denken, einfach mal machen.

Theoretische Texte: 2,20

Eine Rubrik, welche definitiv die stärksten Kontroversen hervorruft, wobei sie mittlerweile gar keine Rolle mehr spielt. So gab es vor allem in den ersten 10-12 Ausgaben zahlreiche aus heutiger Sicht kurios anmutende Texte, aber irgendwie hab ich die auch gemocht. Es kam natürlich immer auf den Autor an, denn wenn da ein 21jähriger „Ultra“ die Welt aus seiner Sicht erklärte, um ein Jahr später von der fußballerischen Bildfläche zu verschwinden war das schon reichlich sinnlos und zu gewissen Teilen auch peinlich. Letztlich hatten wir durch diese Texte aber schnell unseren Ruf weg. Manch einer warf uns sogar vor, wir würden die Jugend versauen! Ich behaupte mal das Gegenteil, denn so mancher Jugendlicher hat dadurch vielleicht gelernt, dass es verschiedene Sichtweisen und Herangehensweisen gibt und nicht jeder im BFU geschriebene Artikel Gesetz und als Anwendung fürs Leben zu nehmen ist. Vielmehr lernt man dadurch doch auch für sich selber zu selektieren und so krass viele Seiten haben wir ja damit auch nicht gefüllt. Im Nachhinein betrachtet war es eben eine andere Zeit, auch ein Stück Ausprobierphase und wie vieles im Leben haben auch solche Phasen einen Sinn und befördern die weitere Entwicklung.

Ereignisse die zu Legenden wurden: 1,84

Hatten wir noch nicht so häufig, aber ist gar nicht so einfach wie man denkt hier paar coole Themen zu finden. Wer also mal eine Idee hat oder eine solche sogar umzusetzen vermag schreit ganz laut „Hier!“

Interviews deutschsprachige Gruppen: 1,40

360 x die Note 1. War klar und logischerweise geht hier kein Weg dran vorbei. Wie ihr in dieser Ausgabe in der Einleitung beim Interview mit UD lesen könnt, ist die Umsetzung nicht so leicht, wie manch Unbedarfter annimmt. Erst mal eine Gruppe finden, die überhaupt bereit ist sich zu öffnen... Ehe dann ein Termin zum gegenseitigen Kennenlernen und für ein Gespräch steht, vergehen mitunter Wochen, schließlich kennt ja jeder den enggestrickten Terminkalender von uns Fußballfans. Ist dann das Interview im Kasten, muss es noch aufs Papier gebracht, strukturiert und lesbar gestaltet werden. Dann geht´s wieder zur entsprechenden Gruppe, die noch ergänzt, streicht und korrigiert. Bis dann noch die Wahl der Fotos durch ist, sind zahlreiche Monate ins Land gegangen. Mehr als eins, oder maximal zwei derartiger Interviews pro Jahr sind pure Utopie. Das liegt im Endeffekt aber auch an uns und  früheren Interviews, da die Messlatte immens hoch liegt, die Maßstäbe ganz andere sind, als noch vor 10 Jahren, wo man einfach mal 20 Fragen per Mail rausgeschickt hat und gut. Heutzutage möchten wir uns selber übertrumpfen und die jeweilige Gruppe erwartet logischerweise auch ein Resultat gemäß vorheriger Interviews. Schwierige Kiste also, aber wir bleiben am Ball.

Interviews ausländische Gruppen: 1,77

Hier lässt sich beinahe 1-1 an die vorherigen Zeilen anknüpfen, wenngleich Interviews mit Gruppen aus dem Ausland oftmals schneller gemacht sind, obwohl man da mittlerweile auch den Anspruch hegt sowas persönlich zu führen. Von Vorteil ist in dem Fall aber die Tatsache, dass ausländische Gruppen sich gegenüber uns schneller öffnen und aufgrund ihrer kargen oder nicht existenten Fanzine-Landschaft in der Heimat meist erfreut sind, wenn die Redaktion eines Fanzines anklopft.

Doppelseiten-Fotos + Kurzinfos in Textform: 1,66

Hey, ´ne Erfindung von uns, weswegen mich die gute Note auch besonders freut. Unverkennbar hat sich ja auf diesem Sektor in den letzten 2-3 Jahren einiges getan. Ich weiß noch, wie ich vor paar Jahren Fotos bekommen, kurz angeguckt und ins Heft geknallt habe. Heute undenkbar. Da wird genau geschaut welche Perspektive am besten rüberkommt. Zu gewissen Teilen auch eine fremdgesteuerte Entwicklung, denn nirgendwo müssen wir im Kampf gegen das Internet mehr Stärke zeigen als bei den Bildern. Drucken wir Fotos vom übelst krassen Riot-Choreo-Hammer-Mega-Derby zwei Monate nach dessen Austragung ab, gähnt die Leserschaft um die Wette, denn die Bilder sind eh schon um die halbe Welt gegangen. Entsprechend müssen wir agieren und eine Nische finden, die dem Betrachter einen anderen Blickwinkel präsentiert. Es ist ein Spagat, der sich wie ein roter Faden durch das gesamte Heft zieht. Eine Komposition erschaffen aus Bildern, die eben einfach rein müssen, allein schon aus Dokumentationszwecken und  anderen hochwertigen Fotos, fast schon Kunstwerken, um uns vom Rest der Welt abzuheben. Diesen Weg werden wir zukünftig weiterhin fortsetzen, es sei denn natürlich das Internet wird demnächst abgeschafft. 

Streetart: 1,86

Oftmals die Note 1, aber auch extrem viele Vieren und Fünfen. Obwohl ich selber absolut kein Graffiti-Experte bin, find ich die Seiten immer sehr interessant, auch weil es eben Bilder zu sehen gibt, über die man nicht täglich stößt und wenn dann nur meist live, während man mal wieder mit dem Zug oder Auto durch fremde Gebiete rauscht.  

Kommentare zu verschiedensten Vorgängen: 1,80

Oooh, nur zu gern hätte ich eine Armada an Personen um mich herum, die einfach mal gepflegt auf den Tisch haut und sich zu diversen Vorgängen oder Ereignissen äußert. Ob nun auf humorvolle und witzige Art oder knallhart in die Fresse. Ich muss sagen, dass derartiges in den letzten Jahren irgendwie abhanden gekommen ist oder sich auf Facebook verlagert hat, wo ein Text kaum länger als zwei Tage überdauert und dann im Nirvana des www verschwindet. Mit den gedruckten Worten schaut es ja schon etwas anders aus, da muss man zu seinen Aussagen stehen und Papier vergisst nicht so schnell. Gerade dieses eckig und kantige, was ein Fanzine ausmachen muss und was das BFU definitiv in den letzten Jahren verloren hat, vor allem gehemmt durch den Gedanken es allen recht machen zu müssen, könnte liebend gern zukünftig verstärkt unsere Seiten füllen.

Pro/Contra zu diversen Themen: 1,89

Nun gut, diese Rubrik haben wir ja nur aller Jubeljahre mal im Heft. Ginge es nach meinem Geschmack, aber noch viel häufiger, denn ich mag solche Streitgespräche gern lesen. Vor allem bei brisanten Themen, wo zwei verschiedene Sichtweisen aufeinanderprallen, würde mir als neutraler Leser sogar oftmals noch eine dritte Sicht einfallen. Leider scheitert es hier wie so oft an schreibwütigen Autoren. Schade.

Mein Freund der Anwalt: 1,93

Nicht so gut abgeschnitten hat der Anwalt, was sich weniger in der Notenvergabe, sondern oft in so manchen Kommentaren widerspiegelte. Grundsätzlich finde ich die Rubrik eigentlich recht gut und wichtig, aber vielleicht wäre eine detailliertere Umsetzung auch mit Fallbeispielen und noch aktuelleren Themen (Stichwort Betretungsverbote) interessant. Vielleicht interessiert es aber den durchschnittlichen Leser gar nicht und die vom Leid geplagten Betroffenen wissen sich sowieso schon über ihre Kreise zu helfen.      

Europapokal: 1,64

Ganz weit oben rangiert unsere Europapokal-Rubrik, auf die ich auch in diesem Heft wieder sehr stolz bin. 310 Leser gaben ihr die Note 1, mehr „Einsen“ gab es nur für die Interviews mit deutschsprachigen Gruppen. Grund genug also das gute Teil zukünftig weiterzuführen, wenngleich es mich immer wieder wurmt, wie viele Infos sich eigentlich noch rausholen ließen. Allerdings ist der Aufwand hier immens und nur mit neuen helfenden Händen, könnte es gelingen noch eine Schippe draufzulegen.

Rezensionen: 2,24

Buh! Rezensionen finden viele von euch sicher langweilig, gehören allerdings einfach in ein Fanzine rein. 

Zaunfahnenranking: 2,19

Das Zaunfahnenranking hat die größte Kontroverse in den Ergebnissen der Umfrage ausgelöst. Dies spiegelte sich nicht nur in der einzelnen Notenvergabe wieder, sondern es wurde auch oft innerhalb der Antworten als unnütz abgetan. Etliche Leser verurteilten es auch als „neumodischen Schwanzvergleich“, was jedoch de facto nicht stimmt. Das erste Ranking dieser Art gab es nämlich bereits 2001 im Blickfang Ost. Mir hat die Rubrik damals sehr zugesagt. Mittlerweile urteile ich auch anders, allerdings eher aufgrund der Tatsache, dass es immer weniger großflächige Zaunfahnen gibt und ich vielmehr den Eindruck habe, dass in der heutigen Zeit auch die 16. Bumsgruppe aus einer mittelgroßen Kurve eine „Zaunfahne“ besitzen muss, die sich nach Spielende problemlos in der Geldbörse verstauen lässt. So gesehen hat die Entwicklung einfach diese Rubrik überlebt und wird auf absehbare Zeit auch nicht zurückkehren. Ohnehin war sie nur als Umrandung und Auflockerung für den Saisonrückblick gedacht.

Choreoranking: 2,10

Fast die gleichen Argumente wie beim Zaunfahnen-Ranking. Wenngleich diese Rubrik keine so lange Tradition hat, sondern nur als Gimmick für einen Saisonrückblick vor zwei Jahren herhalten musste. Persönlich hat mir die Auswahl (als eines von 20 Jury-Mitgliedern), aber Freude bereitet, denn es war das erste Mal, dass ich mich aktiv mit Choreographien anderer Szenen auseinandersetzen musste. Normal guckt man sich die Bilder ja doch nur flüchtig an. Mal stolpert man zufällig über ein Foto, mal bekommt man es aber auch gar nicht mit. Jetzt aber musste schon genau auf Aussage und Umsetzung der betreffenden Aktion geachtet werden. Interessante Randnotiz: Die Rubrik wurde eiskalt aus Ungarn geklaut, im legendären überregionalen Fanzine „3.Felidö“ gab es derartiges schon vor 15 Jahren. Dort wurden nicht nur die Choreos mit einem kurzen Text von einer Jury bewertet, sondern es existierte gleich mal ein raffiniert ausgeklügeltes System mit Noten für diverse Bereiche pro Choreographie!
    
Angenommen du m?sstest dem Heft eine Gesamtnote erteilen. Welche würdest vergeben? (1-6)

1,75
 
Ich denke mit dem Gesamtergebnis lässt sich leben. Alle die in der Schule früher nur Einsen hatten sind eh langweilig und ohne Profil. Dann doch lieber mit Ecken und Kanten behaftet, so bleiben wir außerdem im Gespräch.

Zurück